Wer braucht eine BUV?


Eine Berufsunfähigkeitsversicherung (BUV) ist für alle Pflicht, die ihr Einkommen mit ihrer Arbeitskraft verdienen und nicht über einen anderweitigen Schutz für den Fall dauerhafter Erwerbsunfähigkeit verfügen. Dazu zählen Angestellte ebenso wie Gewerbetreibende und Freiberufler.

Von besonderer Bedeutung ist ein guter Versicherungsschutz vor allem dann, wenn mit dem eigenen Einkommen nicht nur die eigene Existenz gesichert wird, sondern auch Angehörige versorgt werden. Der Abschluss einer BUV sollte so früh wie möglich erfolgen - wenn möglich, bereits während der Ausbildung oder des Studiums. Da die Kosten der Versicherung aber im Regelfall recht hoch sind, kommt der Abschluss für die meisten erst in Frage, wenn ein ausreichend hohes Einkommen erzielt wird.

Es sprechen viele Argumente für den frühzeitigen Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung. So beginnt Vermögensaufbau bekanntermaßen mit der Absicherung gegen existenzielle Risiken. Zu diesen zählt zweifelsfrei der Verlust der persönlichen Arbeitskraft.

Die Berufsunfähigkeitsversicherung ist deshalb ebenso wichtig wie eine private Haftpflichtversicherung und eine Krankenversicherung. Ein weiterer wichtiger Grund für den rechtzeitigen Abschluss ist die medizinische Vorgeschichte: Wer Vorerkrankungen mit in den Vertrag bringt, muss sich wegen des höheren Risikos auf deutlich höhere Beiträge gefasst machen. Je mehr Erkrankungen bereits bestehen und je größer das Risiko aus Sicht des Versicherers ausfällt, desto teurer wird die Police.

Dieser Effekt wird dadurch, dass die Beiträge mit steigendem Eintrittsalter ohnehin steigen, noch verstärkt. Bestehen gravierende Erkrankungen verweigern die Assekuranzen sogar regelmäßig den Zutritt zum Versicherungsschutz. Wer etwa unter Diabetes oder anderen chronischen Erkrankungen leidet, muss mit einer Ablehnung rechnen. Das gilt auch, wenn schwere Krankheiten in der Vergangenheit bereits einmal aufgetreten sind.

Wer aufgrund seiner medizinischen Vorgeschichte keine BUV mehr abschließen kann, muss nicht vollständig auf einen Versicherungsschutz für die persönliche Arbeitskraft verzichten. Mit Unfallversicherungen lassen sich die Folgen von Unfällen versichern und Dread-Disease-Policen zahlen immer dann einen bestimmten Betrag aus, wenn eine im Versicherungsvertrag definierte Krankheit diagnostiziert wird.

Kategorie: Grundlagen zur Berufsunfähigkeitsversicherung